Virtuelles Wasser – ein Wasserfrühstück

Umgangssprachlich bedeutet „virtuell“, dass etwas nicht sichtbar oder nicht real ist. Virtuelles Wasser ist also Wasser, das nicht sichtbar und klar erkennbar ist. Real ist es hingegen schon – wenn auch nicht auf den ersten Blick. Bezeichnet wird damit alles Wasser, was gebraucht wurde, um ein Produkt herzustellen und / oder zu verarbeiten. Am Beispiel eines Frühstücks soll gezeigt werden, wie viel Wasser wir brauchen – direkt und indirekt.

Einsatz in der Schule

Das Thema „Virtuelles Wasser“ eignet sich für die schulische Bildungsarbeit insbesondere für Klasse 4-6 in den Fächern Sachunterricht, Naturwissenschaften und Gesellschaftslehre. Auch für Projekttage oder Projektwochen ist es einsetzbar. Es kann in verschiedene Richtungen vertieft werden, z.B. Wasserkreislauf, Wasserverteilung auf der Erde, Zugang zu Wasser, Wasser sparen, Überprüfung des eigenen Lebensstils, Landwirtschaft, Tierschutz, Umweltschutz, global denken – lokal handeln.

Das Thema hat Bezüge zum Orientierungsrahmen Globales Lernen sowie zum Curriculum Mobilität. Es findet eine Bildung für nachhaltige Entwicklung statt, welche in den Kerncurricula der verschiedenen Fächer verankert ist. So sind Verbindungen zu folgenden SDGs vorhanden: Im Vordergrund steht das Ziel 12 „Verantwortungsvoller Konsum“, aber auch Ziel 6 „Sauberes Wasser“, Ziel 8 „Gute Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum“, Ziel 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ werden berührt.

Ziele

Die Kinder lernen den Begriff „virtuelles Wasser“ kennen und erfahren, wofür er steht. Ziel ist es, die Gestaltungskompetenz der Kinder zu stärken: So sollen sie lernen, das eigene Verhalten, die Wünsche und Ziele zu reflektiert. Sie sollen dafür sensibel werden, dass ihr Verhalten Einfluss auf das Leben anderer Menschen hat. Bestenfalls wird ein Umdenken und eine Verhaltensveränderung initiiert und angebahnt, in dem ein Nachdenken über den eigenen Lebensstil stattfindet. Die Kinder sollen sich als wirksam erleben und Freude am Engagement für eine lebenswerte Zukunft erfahren. Dafür ist vorausschauendes und weitsichtiges Denken von Bedeutung.

Themenübersicht / Ablauf

  1. Kennenlernen der Gruppe
  2. Verteilung des Wassers auf der Erde: Nicht alles Wasser ist trinkbar.
  3. Unser Wasserverbrauch: Wofür brauchen wir jeden Tag Wasser und wie viel?
  4. Verstecktes (virtuelles) Wasser am Beispiel des Produktes Papier: Wie viel Wasser steckt wirklich in einem Blatt Papier?
  5. Verstecktes (virtuelles) Wasser bei weiteren Produkten wie Orange, Rindfleisch (Burger), Jeans und Kaffee: Spiele und Informationen
  6. Gemeinsames Frühstück: Wo versteckt sich virtuelles Wasser in meinem Frühstück?
  7. Auswertung des Frühstücks: Was hat mein Frühstück mit dem virtuellen Wasserverbrauch auf unserer Erde zu tun?
  8. Reflexion und Ausblick: Was kann ich tun? Was möchte ich verändern?

Dauer und Kosten

Vorbereitung und Einkauf: 1,5 bis 2 Stunden

Durchführung: 3 Schulstunden + Nachbereitung

Kosten: ca. 2,50 € pro Schüler

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Box gibt es bei Claudia Ditsche. Alternativ zu einer Durchführung durch das RUZ-Team, können die Materialien in einer Box von uns entliehen werden. Die Handreichung steht oben zum Download bereit. Gerne geben wir vor dem Einsatz eine kurze Einführung. Oder Sie buchen für eine Gruppe eine entsprechende Fortbildung, bei der wir Ihnen die Inhalte und das Material der Bildungseinheit näherbringen. Eine Übersicht über den Inhalt der Box befindet sich hier.

Ein großer Dank gilt allen Personen und Institutionen, deren Materialien und Ideen die Basis für dieses Konzept bildeten und welche wir mit deren Zustimmung nutzen durften: KATE e.v. Berlin, arche noVa, TeamGLOBAL sowie Birgit Weis und Kathrin Lichtenauer.

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