Energiesparkids auch in Kirchen

Artikel Nordwestzeitung 22.12.2014
Engagieren sich für Klimaschutz in der oldenburgischen Kirche: (von links) Kristine Ambrosy-Schütze, Claudia Stüwe, Andrea Feyen, Manuel Schiffer und Ina Rosemeyer (RUZ). Bild: Kirche

Schortens. Das Regionale Umweltzentrum (RUZ) Schortens kooperiert mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg: Das seit Jahren in Friesland laufende Projekt „Energiesparkids“, mit dem Kindergarten- und Grundschulkinder angeleitet werden, sorgsam mit Energie umzugehen, wird nun auf kirchlichen Kindertagesstätten im Oldenburger Land ausgeweitet.

In rund einem Dutzend kirchlicher Kindergärten läuft das Projekt nun an. „Klimaschutz beginnt am besten bei den Kindern“, sagt Kristine Ambrosy-Schütze von der Stabsstelle für Umwelt, Klimaschutz und Energie der Kirche in Roffhausen. Kinder wirkten als Multiplikatoren, denn sie tragen ihr Wissen auch in die Familien.

Die seit 2012 bestehende Stabsstelle der Kirche wurde nun um zwei Mitarbeiterinnen verstärkt: Andrea Feyen und Claudia Stüwe sind dort mit je einer halben Stelle seit Anfang Dezember als Klimaschutzmanagerinnen tätig. Ziel ist, das Klimaschutzkonzept der Kirche zügig umzusetzen. Die beiden Frauen werden vor allem direkt in den Kirchengemeinden tätig sein. Ihr Betätigungsfeld umfasst dabei 117 Gemeinden – viel Arbeit für die kommenden drei Jahre.

Diplom-Agraringenieurin Andrea Feyen (50) aus Neuenburg hat sich zu Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit weitergebildet und kennt durch ehrenamtliche Tätigkeit die Strukturen der Kirchengemeinden. Wichtig sei, ehrenamtliches Engagement zu bündeln und zu lenken, sagt sie. Ihr Steckenpferd sei die Frage der Balance zwischen Mobilität und Bewahrung der Schöpfung.

Claudia Stüwe (31) war zuletzt im Projekt „Zukunft einkaufen“ im Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven tätig und bringt von daher viel Fachwissen über ökofaire Beschaffung mit.

Ziel der Projektstelle ist auch die Zertifizierung der Gemeinden nach dem „Grünen Hahn“, einem Umweltsiegel der Kirche.

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