Fotowettbewerb ‚Essen in Mehrweg‘ in den Landkreisen Friesland und Wittmund

Mit Aktion rufen Umweltzentrum und Kommunen zur Nutzung von Mehrweg beim TakeAway-Konsum auf.

Essen zum Mitnehmen ist voll im Trend. In Zeiten von Corona ist die Nachfrage noch einmal deutlich gestiegen. In der Takeaway-Gastronomie wird Essen überwiegend in Einwegverpackungen ausgegeben. Diese belasten Klima und Umwelt. Dabei sind umweltverträglichere Mehrwegalternativen verfügbar und deren Angebot ab 1. Januar 2023 sogar Pflicht. Abhängig von der Größe des Betriebs müssen die Anbieter von Takeaway-Essen dann eine Mehrwegalternative zur Befüllung von Speisen anbieten oder mitgebrachte Mehrwegbehälter der Kund*innen befüllen. Bereits seit dem 3. Juli letzten Jahres sind einige Einwegprodukte aus Kunststoff, beispielsweise Styropor-Schalen, ganz verboten.

Um Alternativen zu umwelt- und klimaschädlichen Einwegverpackungen sichtbar zu machen und die Kundschaft von Takeaway-Essen für die Verwendung von Mehrweggefäßen zu gewinnen, finden vom 2. bis 15. Mai 2022 zum zweiten Mal die bundesweiten Aktionstage ‚Essen in Mehrweg‘ statt.

In den Landkreisen Friesland und Wittmund organisiert das Regionale Umweltzentrum (RUZ) Schortens mit Unterstützung der Kreisverwaltungen sowie des Bürgerlabors der Innovativen Hochschule Jade-Oldenburg einen Fotowettbewerb „Essen in Mehrweg“. Im Aktionszeitraum können Menschen, die in den Landkreisen Wittmund und Friesland wohnen, arbeiten oder Urlaub machen, Bilder von Essen in Mehrwegbehältern (eigene Behältnisse oder Mehrwegpoolsystem wie ReBowl, Vytal, etc.) einreichen und per Verlosung einen von 10 Gutscheinen über 25 Euro für ein Restaurant, einen Imbiss oder Laden im Landkreis Wittmund und Landkreis Friesland, das/der Essen in Mehrweg anbietet, gewinnen.

Die Bilder können unter www.buergerlabor.ihjo.de/mehrweg eingereicht werden. Eine Liste mitwirkender Unternehmen wird auf der Website www.plastik-aktionstage.de veröffentlicht und nach und nach erweitert. Gastronomiebetriebe oder Einzelhandelsgeschäfte, die Essen in Mehrweg anbieten, können sich gerne dort oder direkt beim RUZ melden.

„Mit dem Fotowettbewerb möchten wir sowohl für Herausgeber von Take-Away Speisen, als auch die Konsumentinnen und Konsumenten einen Anreiz schaffen, statt auf Einweg Verpackungen auf Mehrwegbehältnisse zu setzen. Insbesondere Pfand oder App basierte Mehrwegpoolsysteme sind dafür eine komfortable und hygienisch einwandfreie Lösung. Leider werden sie in unserer Region bisher noch viel zu wenig angeboten und genutzt.“, erläutert Ina Rosemeyer, Leiterin des RUZ Schortens, den Hintergrund der Aktion.

Wer die verschiedenen Mehrwegpoolsysteme einmal kennenlernen möchte, kann den Stand des RUZ beim nachhaltigen „Es geht auch ohne“-Markt am 15.5. in Zetel besuchen. Neben Beratung und diversen Anschauungsbehältnissen, wird auch ein Mehrweg-Fotoshooting angeboten, durch das man direkt am Wettbewerb teilnehmen kann.

Hintergrund

Ziel des vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative geförderten Projekts „Klimaschutz is(s)t Mehrweg“ ist es, in Berlin und Bremen verschiedene Mehrweglösungen für den Takeaway-Konsum zu testen und für die bundesweite Verbreitung vorzubereiten. Damit sollen Einwegverpackungen eingespart, die damit zusammenhängenden Treibhausgasemissionen gesenkt und das Klima geschützt werden. Bundesweite Aktionstage, eine Studie mit Hintergrundinformationen sowie ein Webportal mit Infomaterialien sollen die Verbreitung der Mehrwegidee im Takeaway-Bereich unterstützen. Mehr zum Projekt: www.esseninmehrweg.de  

Das Projekt wird in Zusammenarbeit von LIFE Bildung Umwelt Chancengleichheit e.V. (Berlin), dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) – Landesverband Bremen e.V. und dem ECOLOG-Institut für sozial-ökologische Forschung und Bildung gGmbH (Hannover) umgesetzt.

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